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  • LeMa Ku

Kleinkinder, Partnerschaft und Nähe

Kinder zu kriegen ist etwas wunderschönes. Es verbindet einen auf eine Weise, die unbeschreiblich ist. .

Es kann eine Beziehung vertiefen, bereichern und sinnvoller machen. Und es kann aber auch belasten, entfernen, verändern.


Vorneweg; ich bin ein grosser Fan davon, ehrlich zu sein. Ich glaube uns allen würde es viel besser gehen, wenn wir beim Kaffee mit der Freundin ehrlich sagen, wie es uns geht und wie es bei uns zuhause gerade aussieht.


Das sich die Beziehung verändert, dass zwischen dem Windeln wechseln, dem ständigen Tragen des Babys und der viel zu kurzen Nächte, einfach keine Zeit oder schlichtweg Energie oder Interesse für Paarzeit bleibt. Ich hatte zwei absolute Tragebabys, habe beide gestillt und ich bin hochsensibel. Also kannst Du mir glauben, wenn ich in den ersten Lebensmonaten meiner Jungs mal ohne sie war, wollte ich einfach ALLEINE sein. Nicht berührt werden und am liebsten auch nicht sprechen. Gar nicht erst verfügbar sein für jemanden.


Wenn meine Worte bei Dir ins Schwarze treffen und Du ähnlich fühlst, möchte ich Dir sagen; Es ist ok. Ich sehe Dich. Du bist nicht alleine.


Wenn Du dich kein bisschen angesprochen fühlst und bei euch in der Beziehung alles wunderbar oder sogar noch schöner verläuft, dann freue ich mich von Herzen für dich.


Und ich möchte auch ansprechen, dass es einfach auch Zeiten gibt, in denen Paarzeit schlicht nicht möglich ist.


In denen ihr niemanden habt, der auf eure Kinder schauen kann, in denen euch euer Neugeborenes noch stark braucht oder in denen ihr auch einfach nicht möchtet. (Vielleicht aus oben genannten Gründen) Ja ich hatte sie auch, die Ratschläge, dass man sich doch einfach mal wieder Zeit rausnehmen soll füreinander. Sie sind gut gemeint, aber entsprechen zu gewissen Zeiten im Leben mit Kindern auch einfach nicht der Realität.


Ich bin übrigens auch ein grosser Fan von Paartherapie. Wenn Kinder all unsere Themen aufwirbeln, tun sie das auch beim Partner. (Für Männer ist es oft noch schwieriger das anzusprechen. Patriarchat und so). Deshalb kann es nur von Vorteil sein, sich da einen Raum zu schaffen um über diese Themen als Paar zu sprechen.


Kinder dürfen Authentizität erleben. Emotionen dürfen gefühlt und ausgedrückt werden, auch von uns Eltern. Aber vergiss nicht, du lebst deinem Kind jeden Tag vor, was Beziehung ist. Was Liebe bedeutet. Was später seine oder ihre Vorstellung davon ist. Manchmal kann es deshalb von Vorteil sein, eine Diskussion zu Hause ruhen zu lassen und den Raum später, geschützt mit Unterstützung nochmal aufzutun.


Wenn Dich dieses Thema belastet. Wenn Du darüber sprechen möchtest, kann dies auch Thema eines Coaching sein. Oft sind es unausgesprochene Sachen, welche uns voneinander entfernen. Fehlende Kommunikation. Aber auch Erwartungen. Oder auch das Gefühl, dass der andere etwas erwarten könnte.


Auch in der Partnerschaft ist es so, dass Du erst geben kannst, wenn Du selbst genährt bist. Hier können wir schauen, was Du Dir gutes tun kannst. Wie Du wieder in deine Kraft kommen kannst. Wenn wir in der Fülle und nicht mehr im Mangel sind, können sich all unsere Beziehungen verändern.

Und manchmal braucht es auch wirklich einfach etwas Geduld. Weil gerade nicht die Zeit ist. Es aber wieder anders kommt. Aber auch diese Zeit, dürfen wir uns, so angenehm wie möglich machen.


Liebe für Dich.


(Ps: In diesem Text wird nur die Beziehung mit dem Vater der Kinder beschrieben, sowie die Beziehung zwischen Frau und Mann. Dies lässt sich aber natürlich auf die verschiedensten Familienformen übertragen. Ich wünsche mir eine Welt, in der jeder wählen kann, was für Sie/Ihn Familie bedeutet und dies auch so leben kann)

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